Wer, wie, wo, was?

Was sind die Aare-Strategien?
Die Aare-Strategien bieten Wertschriftenlösungen bei der Altersvorsorge mit einem 3a-Vorsorgekonto oder einem Freizügigkeitskonto. Es gibt eine «Standard»-Linie und eine «Passiv»-Linie mit je vier Strategien für die 3a- und die Freizügigkeitsvariante.

Für wen eignet sich die «Standard»-Linie?
Für Anleger, die das Risiko von Wertverlusten auf Obligationen-beständen aufgrund steigender Zinsen umgehen wollen, aber bei ihrer Altersvorsorge mit einem 3a-Vorsorgekonto oder einem Freizügigkeitskonto trotzdem an der Wertentwicklung der Aktienmärkte partizipieren möchten.

Für wen eignet sich die «Passiv»-Linie?
Für Anleger, die die herkömmliche Diversifizierung in den gängigen Anlageklassen Cash, Aktien, Obligationen, Immobilien und Alter-native Anlagen (Gold) bevorzugen und die die Vorteile von passiven Indexinstrumenten für die Altersvorsorge mit einem 3a-Vorsorge-
konto oder einem Freizügigkeitskonto nutzen wollen.

Was ist ein ETF (Exchange Traded Fund)?
Ein Exchange Traded Fund (ETF) ist wörtlich ein börsengehandelter Fonds («exchange» heisst auf Englisch Börse, «to trade» handeln). ETF können also an jedem Handelstag an der Börse gekauft und verkauft werden. Die meisten ETF sind passiv verwaltete Indexfonds. Das heisst: Sie bilden einen Index einer bestimmten Anlageklasse (beispielsweise Aktien) nach und werden nicht aktiv gemanagt. Dabei unterscheidet man zwischen der sogenannten physischen und synthetischen Replikationsmethode: Die physische Replikationsart investiert tatsächlich in die zu Grunde liegenden Titel, die synthetische Methode bildet den Index auf eine andere Art nach.

Wieso setzen sowohl die «Standard»- wie auch die «Passiv»-Linie der Aare-Strategien auf ETF?
ETF sind günstiger als aktiv gemanagte Anlagefonds. Sie bilden in der Regel einen ganzen Index einer bestimmten Anlageklasse nach (Aktien, Obligationen oder Immobilien) und sorgen so für eine aus-reichende Diversifizierung der Anlagen, womit das Risiko von Kurs-verlusten auf einzelnen Wertschriften reduziert werden kann. Die tieferen Kosten bringen einen Renditevorteil gegenüber teureren Aktivfonds.

Welche Aktienanteile gibt es?
Alle Produkte («Standard»- und «Passiv»-Linien) der Aare-Strategien sind mit den Aktienanteilen 20, 35, 45 und 55 Prozent des Anlage-
volumens erhältlich.

 

Weshalb sind Strategien mit mehr als 50 % Aktien-Anteil möglich, was sind erweiterte Anlagemöglichkeiten?

Auch unsere Strategien unterliegen den BVV 2-Anlagevorschriften (Verordnung Nr. 2 über die berufliche Vorsorge). Art. 50 Abs. 4 BVV 2 erlaubt unter gewissen Bedingungen sogenannt «erweiterte Anlage-
möglichkeiten». Wenn diese im Anlagereglement der Stiftung vor-
gesehen sind, und der Kunde die entsprechende Risikofähigkeit aufweist, darf der maximale Aktienanteil auch höher als 50 % sein. Diese Voraussetzungen sind bei unseren beiden neuen Produkten Aare 55 Standard und Aare 55 Passiv erfüllt.

 

Welcher Aktienanteil passt zu mir?

Grundsätzlich gilt: Hoher Aktienanteil gleich hohes Risiko. Aktien können im Kurs stark schwanken, weshalb ein hoher Aktienanteil in der Regel nur für Anleger mit einer hohen Risikofähigkeit und einer hohen Risikoneigung geeignet sind. Risikoaverse Investoren setzen auf einen tiefen Aktienanteil, da ein Anlageprodukt mit einer tieferen Aktienquote weniger stark im Wert schwankt als eines mit einer hohen Aktienquote.

 

Was ist die Risikoneigung?
Die Risikoneigung ist ein subjektiver Begriff und hängt vom Charakter des Anlegers ab. Menschen, die gerne Risiken eingehen, sind risiko-
freudig. Charaktere, die Risiken meiden, risikoavers. Ein hoher Aktien-
anteil passt grundsätzlich zu risikofreudigen Anlegern. Risikoaverse Investoren schlafen besser mit einem tiefen Aktienanteil. Risikofähigkeit und -neigung stimmen nicht immer überein, weshalb sich eine professionelle Beratung für Privatanleger in jedem Fall aufdrängt.


Wie erhalte ich Informationen zu meiner Vorsorge?
Auf folgenden 3 Wegen erhalten Sie Informationen zu Ihrer Vorsorge:

 

Endjahresversand

  • Steuerbescheinigung für das abgelaufene Jahr
  • Kontoauszug per 31.12.
  • Performance-Bericht per 31.12.

 

Unterjährige Papierauszüge

Von sämtlichen Mutationen (Käufe, Verkäufe, Einzahlungen, etc.) erhalten Sie von Liberty Vorsorge per Post Einzelauszüge auf Papier.

Bitte teilen Sie uns mit, falls Sie keine unterjährigen Papierauszüge mehr wünschen. Die rechtlich vorgeschriebenen Unterlagen des Endjahresversands werden Sie aber weiterhin erhalten.

 

Liberty Connect

Mit Liberty Connect erhalten Sie einen elektronischen 24/7 Zugriff auf alle Ihre Liberty Vorsorgekonten bei der Hypothekarbank Lenz- burg. Das Portal ist übersichtlich gestaltet, mit Grafiken, sämtlichen (Wertschriften-) Transaktionen und aktuellen Kursen. Der Schutz Ihrer persönlichen Daten ist durch Passwort und SMS-Code auf Ihr Mobile gewährleistet. Link zum Antragsformular.

Wieso verzichtet die «Standard»-Variante auf Obligationen?
Weil Obligationen eine problematische Anlageklasse sind, sobald das Zinsniveau wieder steigt. Angesichts des aktuellen historischen Tiefzinsumfeldes ist mit Blick auf die kommenden Jahre mit steigen-
den Zinsen zu rechnen. Anleger würden in diesem Fall auf bestehen-
den Obligationenpositionen Wertverluste erleiden. Vor allem, um dieses Risiko zu eliminieren, verzichten wir bei der «Standard»-Linie der Aare-Strategien auf Obligationen und setzen stattdessen aus-
schliesslich auf eine Kombination von Cash und Aktien.


Wie hoch sind die Kosten?

Die Gesamtkosten für ein Produkt der Aare-Strategien belaufen sich auf 1 Prozent des in ETF investierten Kapitals, der Kontoanteil ist frei von Kosten. Darin enthalten sind die Kosten für die ETF (0,2 Prozent), für die Kundenberatung und die Vermögensverwaltung (0,4 Prozent) und die Administration des 3a- respektive Freizügigkeitskontos (0,4 Prozent).

Wieso eine 3a-Lösung?
Das Schweizer Vorsorgesystem sieht vor, dass mit den Renten-
bezügen aus der AHV und der Pensionskasse auch nach der Pensionierung die gewohnte Lebenshaltung gesichert ist. Aus verschiedenen Gründen kann es im Einzelfall aber zu sogenannten Vorsorgelücken kommen. Das heisst: Die gewohnte Lebenshaltung ist möglicherweise nicht mehr finanzierbar. In diesem Fall empfiehlt sich die private Vorsorge der Säule 3a. Sie dient auch der Steuer-
optimierung, da 3a-Vorsorgegelder steuerbegünstigt sind.

Was ist ein Freizügigkeitskonto?
Wenn Sie aus der bisherigen Pensionskasse austreten, aber keinen Anschluss an ein neues Vorsorgeinstitut finden (z.B. als Folge eines Auslandaufenthaltes, einem Wechsel in die Selbständigkeit oder bei Arbeitslosigkeit), muss ihr bisheriger Arbeitgeber das Ihnen zu-
stehende Kapital der beruflichen Vorsorge auf ein Freizügigkeits-
konto Ihrer Wahl überweisen.

Wo kann ich mich beraten lassen?
Die zertifizierten Pensionsplaner der Hypothekarbank Lenzburg beraten Sie gerne. Sie können uns jederzeit kontaktieren oder Sie teilen uns mit, dass wir mit Ihnen Kontakt aufnehmen sollen. Die Beratung ist kostenlos und dauert rund eine Stunde.

Wo kann man in Aare-Strategien investieren?
Bei jeder der 13 Geschäftsstellen oder direkt bei den Vorsorge-
experten der Hypothekarbank Lenzburg. Es ist vorgesehen, dass auch Drittbanken die Produkte vertreiben können.

Wer ist die Liberty-Stiftung?
Liberty ist ein Schwyzer Unternehmen mit einer bankenunab-hängigen Vergleichsplattform für Anlagelösungen der 2. und

3. Säule. Diese findet sich unter dem Link www.compare-invest.ch. Liberty unterhält auch verschiedene Vorsorgestiftungen, unter anderem für 3a- und Freizügigkeitskonten, die für die Umsetzung der Aare-Strategien ideal geeignet sind.

 

Wie lese ich den Performance-Bericht der Liberty-Stiftungen?

Für Ihre Aare-Strategien erhalten Sie von Liberty Vorsorge Ende Jahr einen Performance-Bericht. Bei den Aare-Strategien legen sowohl die Hypothekarbank Lenzburg als auch die Liberty-Vorsorge Wert auf grösstmögliche Transparenz.

In den Berichtsperioden werden nebst Anfangs- und Endkapital und durchschnittlich investiertem Kapital auch drei Messwerte zur Performance angegeben. Was bedeuten diese?

Performance absolut (vor Steuern)
Dieser Wert sagt Ihnen in Franken und Rappen, um wieviel das Endkapital der Berichtsperiode sich gegenüber dem bereinigten Portfoliowert verändert hat. Der bereinigte Portfoliowert ist verein-
facht ausgedrückt das Anfangskapital unter Berücksichtigung von Eingängen und Ausgängen.

Performance MWR
Bei der Performance MWR (Money-Weighted Rate of Return) wird auf das durchschnittlich verfügbare Kapital für die Renditeberech-
nung abgestellt. Dabei wird berücksichtigt, welcher Betrag für wie viele Tage im Jahr für die Anlagen zur Verfügung stand. Alsdann dient dies als Ausgangskapital für die Berechnung der Jahresrendite. Das Resultat ergibt eine effektive Rendite. Diese ist für den Anleger interessanter.

Performance TWR
Bei der Performance TWR (Time-Weighted Rate of Return) wird der Anlageerfolg des Vermögensverwalters gemessen. Die Rendite wird um die Zahlungsströme bereinigt und ist somit unabhängig von den Kapitalzuflüssen und-abflüssen. Die Berechnung erfolgt durch Bildung des geometrischen Durchschnittes der Renditen der betrachteten Teilperioden.

Erträge
Unter dieser Position werden die Zinsen, Dividenden und andere vereinnahmten Erträge detailliert ausgewiesen.

Aufwände
Unter der Position Aufwand ist für Sie auf Franken und Rappen ersichtlich, wie hoch die Vermögensverwaltungsgebühren für Sie in der Berichtsperiode waren. Mehr Transparenz geht nicht!

Steuern
Was haben Steuern in meiner Vorsorgelösung zu suchen - Vorsorgelösungen 3a und Freizügigkeitslösungen sind doch während der Laufzeit steuerbefreit?
Sie haben Recht: Steuerbefreit bedeutet aber, um ganz exakt zu sein, dass Liberty Vorsorge für Sie die Steuerrückforderung geltend macht und Ihnen nach Eingang des Rückforderungsbetrages (i.d.R. im ersten Quartal des Folgejahres) anteilsmässig auf Ihrem Vorsorgekonto gutschreibt. Die Angabe der Höhe der Steuern dient also ebenfalls nur einer möglichst transparenten Information. Sie brauchen bezüglich Steuern nichts zu unternehmen.


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